Der Besitz war "zwar von ersten Feinds-Zeiten noch zimblich ruiniert", infolge des Dreissigjährigen Krieges, "doch von dem damaligen Besitzer ernannten von Frenau widerumben in guten Stand gerichtet". Die Besitzerfamilie von Frenau erhielt 1698 die Adelsbestäti- gung, 1730 das Adelsdiplom und 1752 die Edelmannsfreiheit. Das Firmen- emblem, schon auf dem Weningstich abgebildet, ist das Familienwappen derer von Frenau. Im Jahre 1758 testierte verwitwete Maria Catharina Freiin von Frenau, die seit 1735 als Inhaberin der Hofmark eingetragen ist, ihren Besitz an das Kloster Gotteszell, "allwo (sie) schon lange Jahre her so viele Gnaden und gutthaben genoßen". Ein anderer Grund mag gewesen sein, dass ihr Sohn Pater (Wilhelm) und Subprior des Klosters gewesen ist. Das Testament wurde von den Schwestern der Erblasserin letztendlich "als gegen die Gesetze verstoßend" erfolgreich angefochten, das Kloster wurde mit einer Entschädigung abgefunden, Eigentümerin wurde durch Kauf im Jahre 1770 Johann Michael I Poschinger. Im Besitz der Familie Poschinger von Fauenau blieb die seinerzeitige Hof- mark bis 1865. Johann Michael erneuerte 1780 das Schlößchen seiner Hofmark. Bis 1786 ist Johann Michael I als Besitzer eingetragen. Er hat Hofmark am 2.Januar 1787 seinen fünf Söhnen Johann Michael, Ignaz, Martin, Joseph, Anton und Benedikt zum Gesamteigentum übergeben. Von 1813 bis 1830 erscheint Benedikt Ritter und Edler von Poschinger (1790 erhielten die Poschinger's von Kurfürst Karl Theodor von Bayern den erblichen Adelstitel) als Alleineigentümer der Hofmark. Ihm folgte Johann Michael II von Poschinger, der ab 1856 auch den Bayerischen Landtag angehörte. 1863 fiel der 69-jährige in Regen einen tragischen Postkutschenunfall zum Opfer. Im Rahmen der Neuordnung des bayrischen Gerichts- und Verwaltungswesens endete 1848 die der Hofmark bis dahin zustehende gutsherrliche Gerichtsbarkeit. Es erfolgte ein Jahr später die Vereinigung der patrimonialgerichtlischen Gemeinde Drachselsried zwei, zu der die Hofmark seit 1818 gehörte mit der landgerichtischen Gemeinde Drachselsried I. Die Hofmark war keine Hofmark mehr.